Peer Feedback
Ein strukturiertes Feedback-Verfahren aus der Soziokratie, das Teams hilft, ihre Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu reflektieren.
Zielsetzung
Im Zentrum steht die Frage: “Wie wirksam fülle ich meine Rolle aus?”
Bei dieser Methode liegt die Verantwortung beim Feedbacknehmer, Personen einzuladen, um sich Feedback einzuholen. Dies ist eine sinnvolle Ergänzung zu regelmäßigen Mitarbeitergesprächen mit der Führungskraft, die oft nur einmal im Jahr stattfinden.
Feedback ist immer ein Geschenk – der Feedbacknehmer kann ganz frei entscheiden, was er oder sie mit dem Feedback anfängt. Es gibt keinen Handlungszwang und keine Ping-Pong-Diskussionen.
Ablauf
Die Methode folgt einem kreisförmigen Muster, bei dem die feedbacknehmende Person jede Runde startet, gefolgt von reihum sprechenden Peers:
- Runde 1 – Positive Wirkungen: Was war förderlich? Welche positiven Effekte sind durch die Rollenerfüllung entstanden?
- Runde 2 – Lernpotenziale: Wo besteht Entwicklungsmöglichkeit? Konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge.
- Runde 3 – Verwertung: Welche konkreten nächsten Schritte ergeben sich? Die feedbacknehmende Person fasst zusammen, was sie mitnimmt.
Rollen
- Feedbacknehmer*in
- Peers (3-5 Feedbackgeber*innen)
- Optional: Moderator*in
Materialien
- Stifte
- Optional: Timer
- Optional: Flipchart für Visualisierung der Runden
Raum-Setup
Idealerweise sitzen alle Teilnehmenden im Kreis, sodass sich alle sehen können. Dies unterstützt das kreisförmige Feedback-Muster.
- Ruhiger, ungestörter Raum
- Sitzkreis oder runder Tisch
- Keine hierarchische Sitzordnung
Anwendungsbeispiele
- Regelmäßige Team-Retrospektiven
- Entwicklungsgespräche auf Augenhöhe
- Rollenklärung in selbstorganisierten Teams
- Feedback nach Projektabschluss
Nichts geht über ein persönliches Gespräch
Wir hören zu und fragen nach.
Kostenlose Situationsklärung und Erstberatung.
Du lernst uns kennen und wir dich.