Rollenklärung anhand Verantwortungs-Dialog

Eine Workshop-Methode, die Klarheit in Sachen Verantwortlichkeiten schafft und Mitarbeitenden die Möglichkeit gibt, Rollen anhand ihrer eigenen Vorlieben auszuwählen.

Rollenklärung anhand Verantwortungs-Dialog

Zielsetzung

Die Methode zielt darauf ab, Klarheit über notwendige Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu schaffen. Sie basiert auf dem Verantwortungs-Dialog mit vier Dimensionen:

  • MÜSSEN: Was muss getan werden? Welche Zuständigkeiten gibt es?
  • DÜRFEN: Welche Befugnisse, Ressourcen und Gestaltungsmittel braucht es?
  • KÖNNEN: Welche Kompetenzen und Qualifikationen sind erforderlich?
  • WOLLEN: Wer möchte diese Rolle übernehmen?

Durch diesen strukturierten Ansatz werden überlappende oder unklare Verantwortlichkeiten aufgelöst und Teams können selbstorganisiert arbeiten.

Teilnehmerzahl 4-40 Personen
Dauer 3-8 Stunden

Ablauf

  1. MÜSSEN sammeln – Alle rufen ihre Verantwortlichkeiten rein, diese werden auf Kärtchen unstrukturiert gesammelt. Es handelt sich um die Verantwortlichkeiten des Teams, nicht um Organisationsziele.
  2. Clustering – Alle dürfen frei Kärtchen kopieren und somit neue Rollen schaffen. Wenn die Gruppierung fertig ist, werden Kärtchen mit einer anderen Farbe dazugelegt, die eine Rollenbezeichnung tragen.
  3. Kleingruppen bilden – Das MÜSSEN wird auf ein Flipchart übertragen, auf dem der Verantwortungs-Dialog als Canvas gemalt ist. Das MÜSSEN wird in das entsprechende Feld übertragen.
  4. DÜRFEN & KÖNNEN ergänzen – Die Kleingruppen füllen das DÜRFEN (oben) aus und ergänzen dann das KÖNNEN mit den benötigten Kompetenzen.
  5. Gallery Walk – Jede Kleingruppe präsentiert ihr Flipchart.
  6. Spannungen markieren – Mit Post-its wird direkt markiert, an welchen Stellen es Spannungen zwischen verschiedenen Rollen oder Unklarheiten gibt.
  7. Spannungen auflösen – Post-it für Post-it werden diese Spannungen und Ungereimtheiten aufgelöst.
  8. Consent-Verfahren – Wenn alle Rollen sauber beschrieben und widerspruchsfrei sind, werden sie gemeinsam über das Consent-Verfahren verabschiedet.
  9. WOLLEN-Phase – Jede/r Mitarbeitende markiert mit einem Post-it mit dem eigenen Namen im WOLLEN-Feld, welche Rollen er oder sie übernehmen möchte.
  10. Abgleich – Alle schauen sich gemeinsam das Ergebnis an: Gibt es Rollen, die von zu vielen Personen übernommen werden wollen? Gibt es Rollen mit zu wenigen Interessenten?
  11. Finale Klärung – Diese Spannungen werden in einer gemeinsamen Diskussion aufgelöst.

Rollen

  • Moderator*in
  • Teilnehmende (Team-Mitglieder)
  • Optional: Dokumentar*in

Materialien

  • Moderationskarten / Post-its in verschiedenen Farben
  • Flipchart-Papier oder große Pinnwände
  • Stifte (dick und dünn)
  • Timer
  • Vorlage für Vierfelder-Matrix (Verantwortungs-Dialog Canvas)

Raum-Setup

Der Raum sollte genügend Platz für Kleingruppenarbeit bieten. Ideal ist ein Raum mit:

  • Mehreren Pinnwänden oder Wandflächen für die Rollen-Matrizen
  • Tischen für Kleingruppenarbeit
  • Guter Sichtbarkeit aller aufgehängten Materialien

Anwendungsbeispiele

  • Neustrukturierung von Teams nach Wachstumsphasen
  • Klärung von Schnittstellen zwischen Abteilungen
  • Onboarding neuer Teammitglieder mit Rollenübernahme
  • Auflösung von Konflikten durch unklare Zuständigkeiten
  • Vorbereitung auf selbstorganisiertes Arbeiten

Quellen & Links

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